Mein HomeKit

Seit mehreren Jahren bieten uns die großen Hardwarehersteller an, unser Zuhauser „smart“ zu machen.
Wir können verschiedene Aspekte unserer Elektronik digital regeln & – das ist neu – regeln lassen.

Wenn es regnet, fährt die Jalousie herunter.
Wenn die Waschmaschine fertig ist, geht ein Licht in einer speziellen Farbe an.
Wenn ich auf dem Weg nach Hause bin, startet die Heizung.

Dies sind nur einige Beispiele für Heimautomatisierungen.

Ich bevorzuge aus mehreren Gründen eine „Heimautomatisierung-Light“.
In meinem Heim werden Lichter, Musik & einzelne Geräte durch Steckdosen gesteuert – zu invasiv möchte ich in einem Mietshaus nicht vorgehen.
Auch möchte ich nicht alle Kontrolle abgeben.

In mehreren Zimmern stehen sog. Sekundär-Lichter – alles abseits des Deckenlichtes.
Neben dem Fernseher stehen zwei Lampen, auf meinem Schreibtisch im Büro eine weitere, auf dem Schlafzimmerschrank findet sich ein Strahler für die obere Wandhälfte.

Diese Stimmungslichter werden durch Regeln gesteuert – das Licht im Wohnzimmer geht auf 70%, sobald es dunkel wird.

Doch wie funktioniert dies?

Wir benötigen mindestens: 1 Steuerungseinheit (Apple TV, HomePod Mini), 1 Lampe (IKEA, Philips etc), HomeKit-App (iPhone, iPad, Mac) & Standortfreigabe.

Die von mir erstellte Regel prüft, wann es an diesem Tag dunkel wird am derzeitigem Standort (welcher sich bei einem Haus nicht allzu oft ändert). Ist dieser Zeitpunkt erreicht, wird einer oder mehreren Lampen das Signal „AN! 70% Stärke!“ gegeben. Fertig.

Durch die Nutzung von HomePod Minis an strategischen Punkten in meinem Zuhause findet sich nicht nur musikalische Beschallung, sondern auch rege Interaktion mit Siri wieder – „Hey Siri, Licht im Büro an“ – „Hey Siri, Wohnzimmer aus“ – „Hey Siri, Steckdose im Keller an“ etc. p.p.

Auch sog. Szenen sind möglich – „Filmeabend“: Fernseher an, Licht auf 30% in warmgelb, Musik aus, Nachricht an alle im Haus: „Lasst alles stehen & liegen, es ist Filmeabend!“.

Mein verwendetes Setup umfasst: Apple TV, HomePod Mini’s, IKEA Leuchtmittel & Lampen.
Das IKEA System ist kostengünstig & mittlerweile sehr zuverlässig.
Wer mehr Individualisierungsmöglichkeiten & den Marktführer schätzt, greift zu Philips Hue.

Das Thema HomeKit, Heimautomatisierungen etc. wurde bereits in vielen Videos besprochen, wie z.b. diesem hier:

Noch ein paar Gedanken zur Sicherheit: Mit Heimautomatisierung ist es – wie mit jeder digitalen Funktion – eine Abwägung zwischen Komfortgewinn & Kontrollverlust. Hierbei ist zu erwähnen: Siri startet erst, sobald die Aktivierungssequenz „Hey Siri“ gesagt wurde – & sendet die Audioaufnahme unseres Befehles verschlüsselt & nicht verknüpft mit unseren Realem Ich an die Apple Server, wo Sie in einen Befehl umgewandelt wird. Im Gegensatz zu Google oder Amazon genießt Apple zumindest mein Vertrauen, dass diese Aussage stimmt. Beobachten konnte ich jedenfalls, dass Siri im direktem Vergleich „dümmer“ ist als die anderen Sprachassistenten – völlig klar. Wenn ich nicht massenhaft Daten sammle & immer wieder neu auswerte & mit realen Personen verknüpfe, habe ich einen sehr begrenzten Datensatz, damit mein Assistent lernen kann.

Falls das Interesse geweckt wurde: Fangen Sie klein an! Eine Lampe für den Anfang schadet nicht. Vielleicht mögen Sie Ihren Kaffee fertig gebrüht, sobald Sie aufstehen? Oder ein intelligentes Thermostat, mit welchem sich Energiekosten senken lassen? Die Möglichkeiten sind zwar begrenzt, es kommen jedoch immer neue hinzu & das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten macht das Ganze erst richtig interessant.