In meiner bis jetzt ca. 10 Jährigen „Raucherkarriere“ habe ich einiges getan, um den schädlichen Auswirkungen des Rauchens zu entfliehen – ausser aufhören.
Kurz nachdem ich anfing, habe ich bereits auf die Zigarettenmarke R1 gesetzt – welche ca. ein Zehntel der allgemein üblichen Schadstoffmengen enthält & in meinem Umfeld als „Schwächlingszigaretten“ abgetan wurden.
Doch somit konnte ich langfristig dem Husten & anderen unangenehmen Nebenwirkungen entkommen.
Als die Zeit der Liquid-Verdampfer kam, habe ich auch diese Modelle ausprobiert – nur um nach einem halben Jahr wieder zu den Zigaretten zu greifen. Der „Zuckerwattemund“ & viel zu süßliche Geschmack haben mich neben den unerforschten Nebenwirkungen abgeschreckt. Dazu kam die intensive Reinigung & der allzu schnelle Verfall der Liquids bei Nicht- oder Seltennutzung.
Somit habe ich mir die Frage gestellt: Warum rauche ich überhaupt?
Meine Sucht besteht aus 2 Komponenten: Psychisch & physisch.
Psychische Sucht
Hierzu gehören neben den psychologischen Ankern auch der soziale Aspekt: Beim „Rauchertreff“ herrscht eine andere Atmospähre als im allgemeinen Miteinander, man öffnet sich eher & bespricht Themen, für die sonst wenig Platz ist. Ich kenne keinen effektiveren Weg des Flurfunkes als über die Zigarrettenpause.
Auch der mittlerweile eingewöhnte „Griff“ (die Armbewegung zum Mund“, die Zigarette zum Kaffee oder die Gedanken daran, das nächste Mal zu rauchen – alles Teil der Psychischen Komponente.
Physische Sucht
Der physische Teil ist mindestens genauso interessant: Von der reinen Wirkung des Nervengiftes Nikotin (zieht die Blutgefäße zusammen, senkt dadurch den Blutdruck, was als „Entspannung“ wahrgenommen wird) bis zum „vollem Gefühl“ in der Lunge sind hier suchterzeugende Effekte zu finden. Auch der Sättigungseffekt hat in körperlichen Wirkungen seine Ursache.
Das Problem des Rauchens
Das Problem des Rauchens ist mittlerweile gründlich erforscht & relativ einfach: Die Schadstoffe.
Diese entstehen dadurch, dass der Tabak verbrannt wird. So gelangen Teerstoffe, Chrom, Benzol, Arsen, Blei, Kohlenmonoxid, Blausäure, Stickoxide uvm. durch den Zigarettenrauch & somit in die Lunge, wo sie sich entweder festsetzen oder in den Blutkreislauf übergehen.
Gesundheitliche Probleme, eine deutlich verkürzte Lebenserwartung & gesunkene Lebensqualität sind hier die Folge.
Durch die obengenannten Psychischen Komponenten der Sucht fällt es mir hier auch schwer, sofort komplett mit dem Rauchen aufzuhören.
Der Umstieg
Dank eines Hinweises aus meinem engen Freundeskreis wurde ich auf eine neue Methode des Tabakkonsums aufmerksam: Erhitzer.
Die Kategorie beschreibt die Funktionsweise auch sehr gut: Anstatt den Tabak bei 500-600°C zu verbrennen, wird dieser nur auf ca. 250°C erhitzt.
Somit entsteht kein Rauch, sondern Dampf.
Dieser enthält (das süchtigmachende, also „gewünschte“) Nikotin, aber nicht (bzw. erheblich weniger) der anderen obengenannten Schadstoffe.
Ich erhitze seit mittlerweile gut einem Jahr & konnte nicht nur deutlich bessere Atemfähigkeit, sondern auch eine allgemeine bessere Ausdauer feststellen.
Mich begleitet ein IQOS 3 Duo, welcher einen Akkuhalter besitzt & mich mit einer Ladung durch eine gute Woche bringt.
Es werden sog. „Heets“ eingesetzt, welche grob beschrieben eine halbe Zigarette mit Filter sind & nach dem Dampfvorgang (ca. 6 Min.) einfach über den Restmüll entsorgt werden.
Finanziell gesehen ist der Umstieg ein Nullsummenspiel, da die Anschaffungskosten eines Erhitzers bei ca. 40-80€ liegen & eine Packung Heets mit 20 Stk. bei 6€ liegt.
Sobald man sich an das – im Vergleich zur Zigarette – schwache Gefühl der Inhalation gewöhnt hat, kann ich Erhitzer nur jedem empfehlen.
Der gesundheitliche Aspekt ist m.M.n. eklatant, man kann seine Sucht psychisch & physisch weiter befriedigen & es wird keine Asche erzeugt – nur normaler Restmüll.
Natürlich ist das ultimative Ziel, keine suchterzeugenden Stoffe mehr zu sich zu nehmen – wer weder Alkohol noch Kaffee noch Tee noch Nikotin zu sich nimmt, möge bitte zuerst kommentieren. 😉
Disclaimer: Keine Werbung, keine Studien. Quellen: Wikipedia, Allgemeinwissen, pers. Erfahrung.